Fadenalgen sind ein großes Ärgernis für viele Teichbesitzer. Die Veralgung der Anlage erfolgt meistens im Sommer, wenn die Wachstumsbedingungen durch die hohen Temperaturen für die Algen ideal sind. Sie treten immer dann auf, wenn sich im Wasser ein Überschuss an Nährstoffen ergibt. Dieser kann durch die Ansammlung abgestorbener Pflanzenteile entstehen oder auf die Exkremente von Fischen zurückzuführen sein. Das Algenwachstum erfolgt in der Regel sehr schnell, und so kann es passieren, dass man bei der Rückkehr aus dem Urlaub plötzlich vor einem veralgten Teich steht. Es gibt aber eine Reihe von Möglichkeiten, wie man der Verunreinigung des Teichs begegnen kann. Es sollte aber daran gedacht werde, dass die Algenbekämpfung grundsätzlich langwierig ist und man einiges an Ausdauer mitbringen muss.
Am einfachsten lassen sich Fadenalgen entfernen auf mechanischem Weg. Dazu wird ein Stock genommen, der keine glatte Oberfläche aufweist und idealerweise zuvor mit Schleifmitteln angeraut wurde. Die Fadenalgen werden dann auf diesem Stock mit kreisenden Bewegungen aufgedreht und können so leicht aus dem Wasser gezogen werden. Leider erweist sich hier die nach jedem Arbeitsgang erforderliche Reinigung des Stocks als mühsam. Alternativ kann man auch einen sogenannten Teichkescher oder beliebige andere, längliche Objekte einsetzen.
Wer die körperliche Anstrengung der mechanischen Algenentfernung scheut und vor einer kostenintensiveren Lösung nicht zurückschreckt, der kann auch ein UV-Licht-Gerät einsetzen. Gerade bei großen Gartenanlagen mit weitläufigen Teichen wird es in der Regel unumgänglich sein, zu den modernen UV-Geräten zu greifen. Diese senden ein kurzwelliges und energiereiches Licht aus, das die Struktur der Algen zerstört und den Teich so nach einer gewissen Zeit wieder seinem biologischen Gleichgewicht zuführt.
Damit sich in der Folgezeit keine erneute Verschmutzung des Teichs durch Algen ergibt, sollte man die Gründe für die Algenbildung ermitteln. Wasserpflanzen zum Beispiel sollten unbedingt in nährstoffarmen Sand eingepflanzt werden, damit die Nährstoffe aus einfacher Gartenerde nicht zu einem Überschuss im Wasser führen. Außerdem ist es sinnvoll, bereits im Herbst mit der prophylaktischen Arbeit zu beginnen. So sammeln sich nämlich gerade während dieser Jahreszeit Pflanzenreste und Blätter im Teich an, die regelmäßig herausgefischt werden sollten.