Eine Hausbau-Planung umfasst so viele Facetten, die ein Mensch mit seinen Kenntnissen und Fertigkeiten kaum abdecken kann. Viele Menschen verlassen sich deshalb auf einen Bauträger, der ihnen alle Mühen und Wege abnimmt und ein schlüsselfertiges Haus innerhalb eines bestimmten Zeitraumes erstellt.
Wer aber kein Haus von der Stange, sondern ein individuell geplantes Haus sein eigen nennen möchte, sollte sich intensiv mit der Hausbau-Planung beschäftigen, damit im Planungs- und Bauablauf keine gravierenden bösen Überraschungen entstehen. Dabei ist es ratsam, von Beginn an eine sachverständige Person hinzuzuziehen. Bereits beim Grundstücksankauf müssen viele Umstände berücksichtigt werden. Die Bebaubarkeit muss gegeben sein, Altlasten müssen bekannt sein und die Bodenbeschaffenheit muss geklärt sein, um ein wirklich standfestes Haus errichten zu können. Der Architekt weiß auch, welche Abstände zum Nachbarn eingehalten werden müssen und welcher Teil des Grundstückes wie hoch und mit wie viel Geschossen bebaut werden darf.
Erst, wenn all diese Punkte geklärt sind, kann es an die Planung eines Raumprogrammes gehen. Sind alle Flächen aufgeteilt, muss das Ausstattungsniveau des Hauses definiert werden, um eine Vorstellung von den Ausbaukosten zu bekommen. Der Architekt wird die Rohbaukosten inklusive Unterkellerung und Bodenplatte mitteilen. Der Innenausbau kann an zahlreiche Handwerksunternehmen übergeben werden, teilweise oder vollständig aber auch in Eigenleistung erbracht werden. Dabei ist aber sehr wichtig, dass die Garantieansprüche an die beteiligten Handwerker in den Aufträgen sauber beschrieben und formuliert sind. Auch dabei kann das Architekturbüro helfen.
Der Architekt wird sich auch um die Abstimmung und Genehmigung der Hausbau-Planung bei der Baubehörde und Liegenschaft kümmern. Dort wird auch die Statik geprüft. Liegen alle Stempel und Siegel vor, kann die Planung in die Realität umgesetzt werden. Dann vergehen noch einige Monate, bis der Richtkranz aufgezogen werden kann. Bis zur endgültigen Fertigstellung vergeht dann noch einmal ein halbes Jahr, bis alle erleichtert aufatmen und einziehen können.