Dass ein Kinderherz beim Anblick eines Planschbeckens oft höher schlägt, ist hinlänglich bekannt. Auch gehört ein Ausflug am Wochenende ins örtliche Schwimmbad zu den bevorzugten Freizeitaktivitäten der Kleinen. Wer seine Sprösslinge zeitig in den Schwimmunterricht schickt und Begeisterung feststellt, der sollte auch über eine andere Beschäftigung im Wasser nachdenken: das Tauchen.
Diese Sportart ist nicht länger nur den Erwachsenen und abenteuerlustigen Menschen vorbehalten. Hierzulande gibt es inzwischen zahlreiche Angebote, die auch den Jüngeren einen Ausflug in die Unterwasserwelt ermöglichen. Dabei muss es nicht einmal teuer sein. So lässt sich auch ohne eigene Ausrüstung erst einmal an einem der angebotenen Schnupperkurse teilnehmen, um zu überprüfen, ob das Tauchen den Kindern überhaupt Freude bereitet. Eltern dürfen selbstverständlich ebenfalls daran teilnehmen. Solche Kurse unterteilen sich meist in drei Teile: Zum Ersten wird eine relativ kurze, theoretische Einführung abgehalten, bei der die wichtigsten Grundregeln des Tauchens erklärt werden. Der zweite Teil widmet sich dem Thema Ausrüstung. Die Kinder erhalten hier auf spielerische Art und Weise Einblick in die Gerätschaften und machen sich mit ersten Atemtechniken vertraut. Da viele Kinder den Atemschlauch im Mund als höchst befremdlich empfinden, darf der Kurs für die Betreffenden an dieser Stelle abgebrochen werden. Der Vorteil an einem Kurs für Kinder ist, dass die Kosten für die anstehenden Tauchgänge innerhalb des Schnupperkurses meistens zurückerstattet werden.
Einmal im Wasser angekommen, lernen die Kinder zunächst das Schnorcheln, um ein Gefühl dafür zu bekommen unter Wasser zu atmen. Ist der Nachwuchs erst einmal damit vertraut, werden nach und nach Flossen, Sauerstoffflasche und zuletzt ein Bleigürtel verwendet. Nur schrittweise lernen die Kinder die Gerätschaften kennen, um Probleme mit den einzelnen Ausrüstungsgegenständen schnell ausmachen zu können.
Für das Bestehen einer leichten Prüfung nach Abschluss des zweitägigen Schnupperkurses erhalten die Kinder dann eine Urkunde, die sie als "Taucher" auszeichnet und sie, nicht ganz unbegründet, auch stolz macht.